Buntes Bild zum 1989 Mauerfall in Berlin Deutschland
1989 Mauerfall Berlin - Zufall oder Planung? Der Autor Michael Wolski präsentiert
1989 Mauerfall Berlin - Auftakt zum Zerfall der Sowjetunion. Der Autor Michael Wolski präsentiert

Sehr geehrte Leserin, Sehr geehrter Leser,

Erlauben Sie mir bitte eine Vorbemerkung. Beim Lesen meiner Bücher werden Sie in die Rolle des Detektivs schlüpfen (müssen) um die vielen Indizien und einige Dokumente in einem sich daran anschließenden weiteren Denkprozess zu bewerten.

Finden Sie hier in einer kleinen Übung mit 5 Fragen heraus, wie die beschriebene Situation tatsächlich gewesen sein könnte. Prüfen Sie sich dabei selbst, ob Ihnen dieses Detektiv-Spiel gefallen würde und Sie die (provokanten) Fragen gern für sich beantworten.
So erfahren Sie schon nach wenigen Minuten Lesezeit, ob mein Buch Ihre Erwartungen erfüllen könnte. Halten Sie die Spannungen und Unsicherheiten aus? Sind Sie in der Lage, Ihr sicher geglaubtes Wissen schmerzlos zu korrigieren?
Oder bevorzugen Sie doch lieber ein Buch mit der einen und einzig Wahren, historisch genauen und amtlich anerkannten Sicht historischer Ereignisse? In diesem Fall können Sie sich die 5-6 Stunden Lesezeit und 9,95 € bzw.12,50 € ersparen und bewahren Ihren vorhandenen Wissensstand.

Los geht’s mit der kleinen Übung und den 5 Fragen:

  • Offenbar hat kein Archiv der ehemaligen vier Alliierten und der BRD nach Ablauf der 30 Jahren Sperrfrist geheime Dokumente aus den Jahren 1989/91 betreffend Mauerfall, deutsche Einheit und Zerfall der Sowjetunion freigegeben. Entsprechende Hoffnungen auch meinerseits haben sich nicht erfüllt. Warum das so ist liegt im Bereich der Vermutungen.

Frage 1: Hätte eine Freigabe geheimer Dokumente vielleicht den weiteren Ablauf der Globalisierung gestört, der mit dem Ende des Staatssozialismus in Europa erst beginnen konnte – eingeleitet durch den Mauerfall?

  • Zu Anfang des Jahres 2021 hatte ich im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes um Akteneinsicht zum Aufenthalt des ehemaligen sowjetischen Botschafters Wladimir Semjonow in der BRD (November 1978 bis April 1986) nach seiner Abberufung vom Botschafterposten 1986 gebeten. Ich erhielt die Auskunft, dass er am 16. April 1986 die Bundesrepublik verlassen habe. Semjonow starb am 18. Dezember 1992 in Köln im Alter von 81 Jahren. Nachweis Wikipedia ==>Wladimir Semjonowitsch Semjonow
    In den deutschen Medien wird mitgeteilt, dass Semjonow als sowjetischer Pensionär (!) in Köln seinen Lebensabend verbrachte. Nur die englische Wikipedia informierte:
    1986-1991 – Foreign Ministry Ambassador at Large, Counsellor to the Foreign Minister Nachweis Wikipedia ==> Vladimir Semyonov (diplomat)
    Er selbst betitelt sein 1995 bei Nicolai posthum erschienenes Buch:
    „Von Stalin bis Gorbatschow – ein halbes Jahrhundert in diplomatischer Mission 1939-1991“
    Zur Erinnerung: Der Oberste Sowjet der UdSSR ratifizierte den 2+4 Vertrag erst am 4. März 1991 (nach einer turbulenten Sitzung), er trat am 15. März 1991 in Kraft, mehr als 5 Monate nach Vollzug der deutschen Einheit.

Frage 2: Brauchte Moskau den Mann, der die Wiedervereinigung mit den Amerikanern seit 1986 aushandelte weiterhin vor Ort in Deutschland, falls es Probleme bei der Ratifizierung gegeben hätte?

  • Mein Buch 1989 Mauerfall Berlin – Auftakt zum Zerfall der Sowjetunion erschien im Juni 2021 bei Kindle/Amazon als Taschenbuch. Ich wollte mit dem Buch – einer erweiterten Neuauflage des 2019 aus Anlass des 30. Jahrestages des Mauerfalls erschienenen Buches 1989 Mauerfall Berlin – Zufall oder Planung? – einen Beitrag zum Verständnis des 30. Jahrestag des Zerfalls der Sowjetunion und Verschwinden des Staatssozialismus in Europa leisten. Denn das war die Geburtsstunde der jetzigen Globalisierung und man kann so bestimmte aktuelle Maßnahmen historisch besser einordnen. Es ist um fast 50 Seiten erweitert und beschreibt ausführlicher als im vorangegangenen Buch die Ereignisse des 24. Dezember 1989 als Tag 1 des Zerfalls der Sowjetunion.
  • In bisherigen Kommentaren von Lesern bzw. Zuschauern der Interviews taucht des öfteren der Hinweis auf, dass ich kaum Dokumente als Beweis vorlege. Für diese Leser entwertet das Fehlen wichtiger Dokumente mein Buch, das ein Alleinstellungsmerkmal unter den Büchern und Berichten zu Mauerfall und Zerfall der Sowjetunion hat.
  • Fast alle Menschen glauben zu wissen, wie die Grenzöffnung am 9.11.89 erfolgte.
    Hier zur Auffrischung Ihrer Erinnerungen ein Zeitungsbericht von 2019
    „Schon kurz nach der Pressekonferenz, auf der Politbüromitglied Günter Schabowski die Reisefreiheit verkündete, sammelten sich die ersten Menschen an dem Berliner Grenzübergang Bornholmer Straße. Auch an den anderen Grenzübergängen trafen Menschen ein. Die Grenzer waren ratlos. Niemand hatte sie informiert. Eigentlich hatten sie Befehl die Grenze zu verteidigen. Die Situation hätte eskalieren können, doch die Lage blieb friedlich. Zuerst nur zögernd und mit entsprechenden Stempeln im Pass ließen die Grenzer die DDR-Bürger in den Westen. An der Bornholmer Straße etwa kamen aber immer mehr Menschen an, die nach Westberlin wollten. Schließlich öffneten die Grenzer die Schranken. Die Menschen strömten über die Grenze.“
  • Nun ja, die Archive wurden nicht geöffnet – bis auf das Stasi-Archiv. Dort gibt es viele sachdienliche Hinweise und Dokumente, wie z. B. den Befehl zur Nichtanwendung der Schusswaffen-Gebrauchsbestimmung bei Grenzdurchbrüchen an der DDR-Westgrenze 

Frage 3: Ist vielleicht dieser Befehl von April 1989 die Ursache, warum es am 9.11.1989 keinen Schusswaffeneinsatz an den Grenzübergangsstellen in Berlin gegeben hat und der Mauerfall damit unblutig verlief?

  • Da die DDR-Westgrenze mitsamt den Sicherungsmaßnahmen der Befehlsgewalt des Warschauer Paktes (dem östlichen Gegenstück zur NATO) unterlag war es also keine DDR-Entscheidung bezüglich des Aussetzens der Schusswaffen-Gebrauchsbestimmung. Der Minister für Nationale Verteidigung der DDR musste umsetzen, was der Generalsekretär der KPdSU und amt. Vorsitzende des Obersten Sowjet dem Oberkommandierenden des Warschauer Paktes Armeegeneral Pjotr Luschew befohlen hatte.

Frage 4: Wie hieß der Vorsitzende des Obersten Sowjets im März 1989?

  • Die Grenzer öffneten die Übergangsstellen weil sie Angst hatten, totgetrampelt zu werden, da sie keine Schusswaffen einsetzen durften. Denn nun stand es – ohne Waffen – Mann gegen Mann. Etwa 15 Grenzern standen am Übergang Bornholmer Straße mehrere hundert (oder gar einige tausend?) Ausreisewillige gegenüber. Hätte sie das Tor nicht freiwillig geöffnet, wären sie überrannt worden.
    Anrufe des Kommandanten in der Lagestelle wurden nicht beantwortet.
    SED-Generalsekretär Krenz musste auf Bitten Gorbatschows am 3. November 1989 den Schusswaffengebrauch bei Aufruhr und Zusammenrottung durch die Volkspolizei untersagen. So konnten sich die Ausreisewilligen vor der Grenzübergangsstelle ohne Probleme versammeln.

Frage 5: Was denken Sie jetzt über die Grenzöffnung, wollen sie mehr darüber wissen?

  • Im Zivil- und Strafrecht gibt es den Indizien-Beweis, als Ersatz für tatsächlichen Beweise. Der sogenannte Indizienbeweis bezieht sich auf Hilfstatsachen („Indiztatsachen“ oder „Indiz“ genannt), die erst in ihrem Zusammenwirken mit anderen Umständen und Tatsachen (wie bspw. Dokumente, Zeugnisse, amtliche Feststellungen, Befehle) den Schluss rechtfertigen auf das Vorliegen einer bestimmten Tatsache.
  • Im Anastasia-Verfahren wurde durch den BGH entschieden: Nicht die eigentliche Indizientatsache ist das Hauptstück des Indizienbeweises, sondern der daran anknüpfende weitere Denkprozess, kraft dessen auf das Vorhandensein der rechtserheblichen weiteren Tatsache geschlossen wird“.
  • Analog zu dieser Entscheidung des BGH möchte ich meine Leserinnen und Leser mit den von mir zusammengetragenen Indizien und Dokumenten in die Lage versetzen, den Mauerfall vom 9.11.1989 und sechs Wochen später die Entscheidungen des 2. Volksdeputiertenkongresses am 24.12.1989 in Moskau im daran anknüpfenden weiteren Denkprozess neu zu bewerten. Sie sollten unbedingt ihre kritische Distanz zu meinen Ausführungen bewahren, jedoch durch Nachdenken Zusammenhänge erkennen und Schlussfolgerungen ziehen. Das bedeutet natürlich, dass Leserinnen und Leser, bevor sie sich zum Buch äußern, es erst einmal aufmerksam lesen.
    Da ich über 50 Internet-Links als Quellenangabe im Lesetext verzeichnet habe und sie hier auf dieser Webseite unter Linkliste zum Buch aktiviert aufführe, kann man beim Lesen sofort die Links anklicken und vertiefende Informationen einholen.

Ich wünsche Ihnen ein spannendes Lesevergnügen und einen erfolgreichen weiteren Denkprozess, um auf die geschichtlich erheblichen weiteren Tatsachen schließen zu können.

Michael Wolski
Autor

Berlin, im Oktober 2021

In diesem Buch wird die bisherige Erzählung zum Berliner Mauerfall hinterfragt.

Warum und wie fiel die Mauer?

„Es war die friedliche Revolution“ sagen die Deutschen.

„Nein, ein Zufall“, antworten die Amerikaner.

Jetzt gibt es Hinweise auf eine ganz andere Lesart: War der Mauerfall geplant? – Und wenn ja, von wem?

Der Autor präsentiert überraschende Antworten. Er zeigt auf, wie am 9.11.1989 das Zusammenspiel von Sichtbar und Unsichtbar verlief und welche politischen Hintergründe, Tricks und Täuschungen dabei eine Rolle spielten.

Mauerfall und deutsche Einheit erlebte er 1989/90 als Vertreter und Repräsentanz-Leiter eines US-Konzerns in Ostberlin mit.

156 Seiten

9. November 1989 – Berliner Mauerfall.

Der Autor beschreibt nach Indizien und Aussagen von Politikern und Diplomaten die verdeckte Aktion der sowjetischen Besatzungsmacht.

Hier klicken, um mehr zu erfahren.

Dieses Buch ist eine erweiterte Neuausgabe des Buches von 2019 aus Anlass des 30. Jahrestages des Zerfalls der Sowjetunion und des Ostblocks. Es fokussiert auf den Mauerfall als Auslöser des Zerfalls der Sowjetunion.

Der Autor, der bis 1990 in Ostberlin und danach in Moskau lebte, beschreibt erstmals bisher unbekannte Verbindungen markanter Ereignisse deutsch-sowjetischer Geschichte:
1986 Moskau – Planungsbeginn zur Herstellung der deutschen Einheit:
1989 Berlin – Mauerfall durch eine verdeckte sowjetische Aktion;
1989 Moskau – sechs Wochen nach Mauerfall Ungültigkeitserklärung der deutsch-sowjetischen Verträge von 1939 – baltische Politiker fordern
sofortigen Austritt aus der Sowjetunion;
1990 Berlin – Wiedervereinigung Deutschlands;
1991 Moskau – Zerfall der Sowjetunion.

200 Seiten

24.12.1989 – eine Konferenz in Moskau löst den Zerfall der Sowjetunion aus.

Der Autor beschreibt, wie Mauerfall und Zerfall der Sowjetunion zusammenhängen.

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